Am 04. bis zum 06. September fand in Radolfzell am Bodensee ein Europe-Training statt, zu dem 13 Segler und Seglerinnen aus ganz Baden-Württemberg und dem Allgäu angereist kamen. Von uns waren wir zu viert dort. Insgesamt befanden sich unter den Seglern und Seglerinnen dabei Um- und Einsteigende wie Magnus, aber auch „alte Hasen“ wie mich. Vor allem unsere Einsteiger konnten viele Erfahrungen in dieser Bootsklasse sammeln.
Trainingsstart war am Freitagnachmittag bei schönem Wind und Sonnenschein. Von den Teilnehmenden waren berufsbedingt noch nicht alle angereist, und so starteten wir in kleinerer Runde. Schnell ging es mit unseren Trainern Jan und Urs aufs Wasser, wo wir Halsen und Wenden, sowie Tonnenrundungen und einige Starts übten. Vor besondere Herausforderungen wurden wir dabei von dem matschigen Einstieg ins Wasser gestellt, was dem aktuell sehr niedrigen Pegel des Bodensees geschuldet ist. Hier hieß es, mit vereinten Kräften schieben und ziehen, da die Slipwagen teilweise bis zum Rumpf der Boote feststeckten und wir manchmal bis fast zum Knie im Schlick. Wir waren froh, dass die Europe so leicht ist. Mit anderen Booten wäre das nicht gegangen. Letztendlich schafften es alle ins tiefere, Wasser und später vor allem wieder aus dem Wasser heraus. Steckt also niemand immer noch fest.
Anschließend wurde gemeinsam bei toller Stimmung von Natur und uns gegrillt. Der zweite Tag startete leider mit Flaute, weshalb wir den Vormittag mit einer kleinen Theorie und einer Sporteinheit überbrückten. Dabei lernten wir, wie man am besten aus physiotherapeutischer Sicht im Boot sitzt und hängt. Das war äußerst spannend. Außerdem konnten wir Neulinge unsere Boote mit den erfahreneren Europeseglern zusammen einmal durchgehen, so gab es bei manchen noch reichlich Optimierungsbedarf.
Nach der Mittagspause gingen wir dann bei leichtem Wind aufs Wasser, der Wind wurde allerdings in kürzester Zeit sehr stark, für manche sogar fast zu stark. Wir konnten unsere beigebrachten Hängepositionen gleich testen. Da dies jedoch sehr anstrengend ist, segelten wir dann erst einmal auf rasantem Halbwindkurs zur gegenüberliegenden
Seite des Sees, vor dem Mooser Hafen und suchten dort etwas Abdeckung, bevor wir mit dem geplanten Training weitermachen konnten. Unser Trainerduo ließ uns ein Team Match Race segeln und wir übten wieder Manöver und Starts.
Da der Wind immer noch recht stark war, haben dabei auch einige Einsteiger gleichzeitig unfreiwillig Kenterübungen machen können. Am Abend ließen wir den Tag wieder bei einer gemeinsamen
Grillrunde ausklingen, bei der wir auch blaue Flecken zählen konnten.
Am Sonntag, dem dritten und letzten Tag unseres Trainingswochenendes, trafen wir uns morgens im
Jugendraum, um die vorangegangenen Trainingseinheiten noch einmal per Videoanalyse durchzugehen, Urs hatte auf dem Wasser fleißig gefilmt.
Der Wind war an diesem morgen sehr schwach, dennoch gingen wir gegen 11 Uhr aufs Wasser, um das Schleppen zu üben. Um aufs Wasser zu kommen, kämpften wir uns wie jedes Mal beim Slippen 20-25 m durch den Bodensee-Schlamm. Beim Schleppen dauerte es Anfänglich etwas bis wir uns alle zusammengefunden hatten, aber letztendlich klappte es doch. Nach einer kleinen Mittagspause ging es dann noch einmal bei etwas mehr Wind als am Vormittag raus auf den See… und ja, ihr ahnt es: wieder mit gemeinsamen Kräften durch den Schlamm.
Ein großes Dankeschön an Jan und Urs, die uns das Wochenende
über ausgezeichnet betreut und trainiert haben.



